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	<title>Allgemein Archive - Kletterherz</title>
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	<description>Kletterkurse und Trainings in München</description>
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	<title>Allgemein Archive - Kletterherz</title>
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		<title>Passt auf Euch auf &#8211; Die 7 häufigsten Fehler beim Sichern und Klettern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 09:29:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kletter-Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern und mehr]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">„Ich will euch nicht abstürzen sehen“ lautet der Titel eines kürzlich auf <a href="https://www.zeit.de/entdecken/2019-07/klettern-kletterhalle-trendsport-ueberschaetzung-sicherung-gefahr" target="_blank" rel="noopener">Zeit online</a> veröffentlichten Artikels. Worum es darum geht? Um so genannte Hypekletterer, wie sie die Redakteurin bezeichnet. Sie beschreibt die Leute, die sich von irgendwelchen Bekannten kurz in die Grundlagen des Sicherns und des Kletterns einweisen lassen. Dabei haben ihre Bekannten selbst oft Wissenslücken und das Sichern nicht in einem Kurs gelernt. Auch wir beobachten jeden Tag in der Halle diese Szenen. „Komm, ich zeig Dir das kurz“ sagt der vermeintlich erfahrene Kletterer zu seinem Kumpel und schon steigt er in die Route ein und lässt sich von einem völlig unerfahrenen Sichernden sichern. Die Folge: gravierende Fehler beim Klettern und Sichern im Vorstieg. Diese Fehler beobachten wir jedoch nicht nur bei Anfängern. Auch Fortgeschrittene begehen täglich Fehler und begeben sich damit in Gefahr.</p>
<p>Uns geht es genauso, wie der Zeit-Redakteurin: Auch wir wollen niemanden dabei beobachten, wie er abstürzt. Deshalb machen wir immer wieder den Mund auf. Manche Leute sind uns sehr dankbar. Sie haben einfach die Gefahren unterschätzt und freuen sich über unsere gut gemeinten Ratschläge. Bei den so genannten „Hypekletterern“ machen wir uns eher unbeliebt. Denn sie wissen ja eigentlich schon alles und wollen nichts über ihre Fehler hören. Sie gehören dann vielleicht irgendwann zu den Unfallopfern, die der DAV jährlich in seiner <a href="https://www.alpenverein.de/bergsport/sicherheit/unfallstatistik/kletterhallen-unfallstatistik-2017_aid_32221.html" target="_blank" rel="noopener">Unfallstatistik-Klettern DAV</a> veröffentlicht.</p>
<p>Wir wissen: Klettern ist eigentlich ein sehr sicherer Sport. Vorausgesetzt, man macht alles richtig. Deshalb haben wir für euch die häufigsten Fehler zusammengefasst, die wir in der Halle beobachten. Alle können wir hier nicht nennen, leider sind es viel zu viele.</p>
<p>Falls ihr zu denjenigen gehört, die dankbar sind für unsere Ratschläge, lest gerne weiter. Falls nicht: Ihr könnt hier aufhören zu lesen. Viel Glück beim Klettern!</p>
<h2><a href="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/07/Fehler_beim_Sichern.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-28236 aligncenter" src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/07/Fehler_beim_Sichern-300x199.jpg" alt="Fehler beim Sichern" width="332" height="220" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/07/Fehler_beim_Sichern-300x199.jpg 300w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/07/Fehler_beim_Sichern-768x509.jpg 768w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/07/Fehler_beim_Sichern.jpg 986w" sizes="(max-width: 332px) 100vw, 332px" /></a></h2>
<h2><strong>Fehler 1: Verletzung des Bremshandprinzips</strong></h2>
<p>Immer wieder beobachten wir, dass das Bremshandprinzip verletzt wird. Vor allem beim Seil ausgeben passiert es vielen Sichernden, dass sie ihre Hand öffnen und das Seil nicht mehr richtig umschließen. In unseren Kursen vermitteln wir die aktuelle Lehrmeinung, die besagt: Beim Seil ausgeben sollte der Sichernde das Seil aus dem Sicherungsgerät rausschieben, ohne das Gerät anfassen zu müssen. Mit etwas Übung funktioniert das bei allen Sicherungsgeräten. Auch wenn wir es selbst jedes Mal kaum glauben können, wenn wir es sehen – es geht noch viel schlimmer. Immer wieder beobachten wir Sichernde, die ihre Bremshand GAR NICHT am Bremsseil haben. Wenn wir sie darauf ansprechen, sagen sie, dass sie mit einem Vollautomaten sichern. In Wahrheit wurde dieser jedoch noch nicht erfunden, weshalb das Bremshandprinzip immer gilt. Bei JEDEM Sicherungsgerät.</p>
<h2><strong>Fehler 2: Falsche Position des Sichernden vom Wandfuß</strong></h2>
<p>Ein weiterer Fehler, den wir bei jedem Besuch in der Kletterhalle beobachten: Der Sichernde steht in einer völlig falschen Position zum Wandfuß. Wer im Vorstieg sichert, sollte bis zum vierten Haken ganz nah zum Wandfuß stehen, entweder rechts oder links versetzt unter dem Kletterer, je nachdem in welcher Richtung er vom Haken aus klettert. Ab dem vierten Haken etwa ist seine richtige Position eine ausgestreckte Beinlänge vom Wandfuß entfernt, direkt unter der Hakenlinie. So kann er bei einem Sturz des Kletterers schnell reagieren, nach oben springen und seinen Kletterpartner dynamisch sichern. Immer wieder sehen wir jedoch Sichernde meterweit von der Wand weg stehen. Die Folge: Bei einem Sturz wird er Richtung Wand gezogen, verliert im schlimmsten Fall die Balance und lässt das Bremsseil los. Außerdem: Jeder Meter, den der Sichernde von der Wand weg steht, bedeutet zusätzlich ausgegebenes Seil. Vor allem bei den unteren Haken bedeutet die unnötige Menge Schlappseil eine größere Gefahr, dass der Kletterer bis zum Boden stürzt oder mit dem Sichernden zusammenprallt.</p>
<h2><strong>Fehler 3: Einhängen mit ausgestrecktem Arm über dem Kopf</strong></h2>
<p>Bei diesem Fehler beobachten wir selbst augenscheinlich erfahrene Kletterer. Denn die meisten Kletterer fühlen sich automatisch sicherer, sobald sie den nächsten Haken geclippt haben. Doch dabei unterschätzen sie eine Gefahr, die sich dabei logischerweise ergibt. Wer mit ausgestrecktem Arm über dem Kopf clippt, muss viel Seil rausziehen, um überhaupt an den Haken zu kommen. Kommt es zu einem Sturz, bevor der Kletterer das Seil einhängen konnte, verlängert das ausgeholte Seil die Sturzlänge erheblich. Vor allem bei den unteren 6 Haken ist die Gefahr eines Bodensturzes groß. In unseren Kursen veranschaulichen wir unseren Kursteilnehmern diese Gefahr, indem wir sie mit einem Topropeseil sichern und mit einem Vorstiegseil da beschriebene Szenario ausprobieren lassen. Alle sind immer wieder erstaunt, wie weit sie stürzen würden.</p>
<h2><strong>Fehler 4: Gewichtsunterschied wird nicht beachtet</strong></h2>
<p>„Wir klettern nicht so, dass wir stürzen“ – so lautet eine der gängigsten Antworten, die wir bekommen, wenn wir Seilschaften auf einen offensichtlich zu großen Gewichtsunterschied aufmerksam machen. Ja, mag sein, dass es Kletterer gibt, die in jeder Situation versuchen, Stürze zu vermeiden. Doch immer geht das eben nicht. Manchmal kommt es vor, dass Griffe oder Tritte locker sind, der Kletterer vielleicht einen Krampf bekommt oder einfach versehentlich abrutscht. Ob er also will oder nicht, er stürzt. Ein zu großer Gewichtsunterschied ist nicht nur gefährlich für den Kletterer. Auch der Sichernde kann sich verletzen. Entweder bei einem Zusammenprall mit dem Kletterer, wenn er ungebremst gegen die Wand knallt oder sich mit der Hand an der ersten geclippten Exe verletzt. Im schlimmsten Fall lässt der Sichernde aus Reflex das Bremsseil los, um sich vor dem Aufprall an der Wand zu schützen. Auch bei weniger sturzfreudigen Seilschaften raten wir deshalb immer, ein Hilfsmittel (z.B. Ohm oder Sandsack) zu benutzen, um Unfälle zu vermeiden und auf der sicheren Seite zu sein.</p>
<h2><strong>Fehler 5: Zu straff gesichert</strong></h2>
<p>Wenig Schlappseil lautet die Devise in Bodennähe. Denn hier gilt es vor allem, einen Bodensturz des Kletterers oder einen Zusammenprall von Kletterer und Sichernden zu vermeiden. Doch viele sichern auch nach dem fünften Haken noch viel zu straff – meist in der falschen Annahme, das wäre für ihren Kletterpartner viel sicherer. Doch das Gegenteil ist der Fall: Sobald die Gefahr eines Bodensturzes ausgeschlossen ist, sollte der Sichernde seinen Partner so dynamisch wie möglich sichern. Denn die Verletzungsgefahr für die Füße und Beine ist sehr groß, wenn der Kletterer zu straff gesichert gegen die Wand fliegt.</p>
<h2><strong>Fehler 6: Sicherungsbrille wird zu früh aufgesetzt</strong></h2>
<p>Oft sehen wir, dass der Sichernde die Sicherungsbrille ab dem ersten Haken trägt. Das verzerrt jedoch die Wahrnehmung der Abstände. Der Abstand des Kletterers zum Boden wird als größer wahrgenommen, als er eigentlich ist. Deshalb sollte die Sicherungsbrille frühestens ab den vierten Haken aufgesetzt werden. Damit der Sichernde nicht Gefahr läuft, dabei aus Versehen das Bremsseil loszulassen, empfehlen wir, die Brille zunächst auf die Nasenspitze zu setzen und dann ab dem vierten Haken kurz mit der anderen Hand hoch zu schieben.</p>
<h2><strong>Fehler 7: Unaufmerksamkeit beim Sichern</strong></h2>
<p>Eigentlich sollte es so selbstverständlich sein, dass der Sichernde mit voller Aufmerksamkeit bei seinem Kletterpartner ist. Aber leider beobachten wir auch hier immer wieder das Gegenteil. Sichernde lassen sich von anderen Leuten um sie herum in Gespräche verwickeln und ablenken. Viele sortieren noch in Ruhe Seil, Seilsack oder ihre Sicherungsbrille, während der Kletterer bereits am dritten Haken angekommen ist. Oder noch schlimmer: Sie schauen während des Sicherns auf ihr Handy. Wir brauchen nicht zu erklären, was passieren kann, wenn der Sichernde unaufmerksam ist oder sogar mit seinen Händen abgelenkt ist.</p>
<p>Bitte passt auf euch auf und setzt euch intensiv mit allen sicherheitsrelevanten Aspekten beim Klettern und Sichern auseinander. Am besten übt ihr das Sichern mit einem professionellen Trainer. Denn das Klettern soll vor allem Spaß machen und euch nicht in Gefahr bringen!</div>
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		<title>Kletterherz-Rekord: Ältester Kletterkurs-Teilnehmer!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2019 17:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern und mehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klettern kennt keine Altersgrenze Vorurteile halten sich in allen Lebensbereichen. So auch beim Klettern: &#8222;Klettern ist nur etwas für junge und starke Menschen&#8220; oder &#8222;Fürs Klettern braucht man viel Kraft in den Armen.&#8220; Völliger Quatsch! Wir sagen immer: Jeder kann klettern. Manche glauben uns das, andere nicht. Schorsch hat uns geglaubt. Und daraufhin einen neuen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Klettern kennt keine Altersgrenze</h1>
<p>Vorurteile halten sich in allen Lebensbereichen. So auch beim Klettern: &#8222;Klettern ist nur etwas für junge und starke Menschen&#8220; oder &#8222;Fürs Klettern braucht man viel Kraft in den Armen.&#8220; Völliger Quatsch! Wir sagen immer: Jeder kann klettern. Manche glauben uns das, andere nicht. Schorsch hat uns geglaubt. Und daraufhin einen neuen Kletterherz-Rekord aufgestellt. Schorsch ist nämlich mit 81 Jahren der älteste Kursteilnehmer, den wir in unserer bisherigen Kletterherz-Geschichte erleben durften. Und das macht uns mächtig stolz. Denn Schorsch hat bewiesen, dass wir Recht haben: Jeder kann klettern! Schneller als wir schauen konnten, war Schorsch am Umlenker angekommen und hat seinem Sohn Harry vorgemacht, wie es geht. &#8222;Ich wollte das Klettern einfach mal ausprobieren&#8220;, so seine pragmatische Begründung, warum er sich entschlossen hat, den Schnupperkletterkurs mit seinem Sohn Harry zu machen. Vom Kletterherz-Team gibt es größten Respekt für diese Leistung und natürlich würden wir uns sehr freuen, Schorsch bald mal wieder an der Kletterwand zu sehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_schorsch_4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-28209 alignleft" src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_schorsch_4-225x300.jpg" alt="" width="242" height="323" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_schorsch_4-225x300.jpg 225w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_schorsch_4-768x1024.jpg 768w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_schorsch_4.jpg 1074w" sizes="(max-width: 242px) 100vw, 242px" /></a> <a href="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-28206" src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1-300x225.jpg" alt="" width="432" height="324" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1-300x225.jpg 300w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1-768x576.jpg 768w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1-1024x768.jpg 1024w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1-510x382.jpg 510w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1-1080x810.jpg 1080w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2019/04/Klettern_Schorsch_1.jpg 1178w" sizes="(max-width: 432px) 100vw, 432px" /></a></p>
<h1>Mit 94 Jahren zurück am Fels</h1>
<p>Dass Klettern kein Alter kennt, beweist nicht nur unser Beispiel von Schorsch. Marcel Remy hat in der Schweiz eine unglaubliche Leistung vollbracht: mit 94 Jahren klettert er die 450 Meter hohe schweizer Nord-West Wand Miroir de l&#8217;Argentine. Auch er stellt damit unter Beweis: Beim Klettern geht es absolut nicht nur um Muskelkraft. Was uns voran bringt sind vor allem Charakterstärke, Durchhaltevermögen und Erfahrung. Für all die jungen Kletterer unter Euch: Beste Aussichten, dass ihr euern Lieblingssport noch viele Jahre ausüben könnt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/NUJnZeCc7Hw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Kletterherz-Sicherheitscheck: Auf der Suche nach dem ultimativen Sicherungsgerät &#8211; Teil 1: Das Revo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 10:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kletter-Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitscheck]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherungsgeräte]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><strong>Immer wieder bekommen wir in unseren Kursen die Frage gestellt: &#8222;Welches Sicherungsgerät ist das Beste? Was soll ich mir kaufen.&#8220; Deshalb haben wir für Euch den großen Kletterherz-Sicherheitscheck gestartet. Unsere Mission: Die Suche nach dem ultimativen Sicherungsgerät! </strong></p>
<p><strong>Die Kletterherz-Tester: János mit mehr als 30 Jahren Kletter-Erfahrung kennt so ziemlich jedes Sicherungsgerät, das es auf dem Markt gab und gibt. Als leidenschaftlicher Kletterer und ehemaliger Industriekletterer war er immer interessiert an neuester Technik und neuen Materialien. Beruflich hat er eng mit Herstellern zusammengearbeitet und Einblicke in die Entwicklung bekommen.  Als Trainer kennt er auch die Bedürfnisse von Kletter-Anfängern bei der Anwendung der Sicherungsgeräte. Analena, ehemals Journalistin, hat investigatives Blut in den Adern und geht den Dingen leidenschaftlich gerne auf den Grund. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem ultimativen Sicherungsgerät.<br />
</strong></p>
<h2>Kletterherz-Sicherheitscheck Teil 1: Das Revo von Wild Country</h2>
<p>Kurz und knapp &#8211; unsere wichtigsten Erkenntnisse über das Revo im Überblick:</p>
<ul>
<li>Das Revo bietet eine ganz neuartige Technonlogie mit viel Potenzial.</li>
<li>Revo und starke Seilreibung sind keine guten Freunde.</li>
<li>Kletteranfänger und das Revo unserer Meinung nach leider auch nicht.</li>
</ul>
<p><a href="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-27895 " src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät.jpg" alt="Testbericht Revo Sicherungsgerät" width="639" height="480" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät.jpg 2016w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät-300x225.jpg 300w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät-768x576.jpg 768w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät-1024x768.jpg 1024w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät-510x382.jpg 510w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/revo_sicherungsgerät-1080x810.jpg 1080w" sizes="(max-width: 639px) 100vw, 639px" /></a></p>
<h2>Das Revo &#8211; Die Theorie</h2>
<p>Das Revo ist eines der neuesten Sicherungsgeräte auf dem Markt und nutzt eine ganz neue Technologie. Es wird von der Firma Wild Country hergestellt. Es soll die einfache Bedienung von Tubern beim Seil ausgeben und einholen mit der Sicherheit von Halbautomaten mit Blockiermechanismen verknüpfen. Wie der Name verrät, hatte Wild Country mit dem Revo(lution) große Pläne: nämlich den Markt der Sicherungsgeräte zu revolutionieren. Wir durften das Revo testen. An dieser Stelle vielen Dank an den Klettershop <a href="https://chalkr.de/">Chalkr</a>, der uns das Revo für einen Test zur Verfügung gestellt hat.</p>
<p><strong>Das Revo ist kein Halbautomat.</strong> Bei Stürzen hat es zwar eine Blockierfunktion, jedoch NUR, wenn die Bremshand das Seil nicht hält und wenn keine zusätzliche Reibung das Seil bremst. Damit das Revo blockiert, muss das Seil mit einer Geschwindigkeit von 4 Meter pro Sekunde durchlaufen. Die Blockierfunktion ist jedoch nur als Backupsystem gedacht. Wird das Revo richtig verwendet, kommt die Blockierfunktion nicht zum Einsatz (Bremshandprinzip).</p>
<p>Das Revo bietet eine Besonderheit, die bisher einzigartig ist für Sicherungsgeräte, vor allem für Halbautomaten: Es spielt keine Rolle, in welche Richtung das Seil eingelegt wird. <strong>Die Blockierung des Seils funktioniert in beide Richtungen</strong> – damit ist eine große herkömmliche Fehlerquelle ausgeschaltet. Außerdem ist das Revo mit dieser Besonderheit gleichermaßen gut für Rechts- und Linkshänder geeignet.</p>
<p>Wie genau funktioniert der Blockiermechanismus? Damit das Gerät blockiert, wenn das Seil zu schnell durchläuft, hat es eine Fliehkraftbremse. Diese funktioniert mittels Zentrifugalkraft. Erreicht das durchlaufende Seil eine Geschwindigkeit von 4 Meter pro Sekunde schlägt ein Gewicht raus und blockiert das Gerät. Da das Revo nicht über die ergonomische Form blockiert, kann das Gerät mit jedem Sicherheitskarabiner verwendet werden. Ist das Revo blockiert, lässt sich die Blockierung mit einem Ruck am Bremsseil nach unten wieder lösen, ohne dass eine Hand vom Seil genommen werden muss.</p>
<h2>Soviel zur Theorie, jetzt zu unserem Praxistest: Das Revo im Kletterherz Sicherheits-Check</h2>
<p><a href="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/testbericht-revo_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27898 aligncenter" src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/testbericht-revo_2.jpg" alt="Test Sicherungsgerät Revo" width="638" height="479" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/testbericht-revo_2.jpg 640w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/testbericht-revo_2-300x225.jpg 300w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/07/testbericht-revo_2-510x382.jpg 510w" sizes="(max-width: 638px) 100vw, 638px" /></a></p>
<h2>Handhabung Seil ausgeben und einholen:</h2>
<ul>
<li>Seil ausgeben und einholen funktionieren super mit dem Revo. Das Seil läuft leicht durch und auch schnelles Ausgeben und Einholen ist ohne Probleme möglich. Ein großer Vorteil: Seil ausgeben und einholen funktioniert, ohne dabei das Gerät anfassen zu müssen. Das macht es nicht nur leichter, sondern verhindert auch mögliche Fehler beim Sichern.</li>
<li>Fraglich ist, wie das Laufrad im Gerät auf Schmutz reagiert. Unsere Befürchtung: Kommt Sand oder anderer Dreck in die Rolle, kann die Funktion beeinträchtigt werden. Da wir das <a href="https://chalkr.de/">Revo</a> für den Test nur geliehen bekommen haben, sind wir natürlich sehr sorgfältig damit umgegangen und haben auf einen Praxistest mit Schmutz verzichtet ;).</li>
</ul>
<h2>Blockiermechanismus:</h2>
<ul>
<li>Bei Stürzen muss der Sicherer das Seil beim Revo mit viel mehr Handkraft halten als bei anderen Sicherungsgeräten. Selbst bei Tubern bremst der Wiederstand am Karabiner und am Gerät das Seil ein wenig. Beim Revo läuft das Seil über die Rolle in fast voller Geschwindigkeit durch.</li>
<li>Sollte das Bremsseil nicht mit der Hand gehalten werden, blockiert das Revo zwar bei Stürzen, aber deutlich später als andere Halbautomaten, da zunächst eine Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde erreicht werden muss.</li>
<li>Das Lösen des Blockiermechanismus hat sich im Praxistest ab und zu als schwieriger erwiesen, als in der Theorie erläutert.</li>
<li>Die Tatsache, dass das Revo etwas später blockiert als andere Sicherungsgeräte, sehen wir vor allem beim Sichern in Bodennähe als kritisch. Hier ist viel Kraft in der Bremshand und viel Erfahrung beim Sichernden erforderlich, um das Seil zu halten. Andernfalls kann ein Sturz des Kletterers gefährlich werden.</li>
<li>Wir wollten außerdem wissen, wie es sich auf den Blockiermechanismus auswirkt, wenn der Wiederstand des durchlaufenden Seils erhöht wird. Denn wir haben uns folgende Frage gestellt: Kann es passieren, dass das Seil soweit gebremst wird, dass eine Geschwindigkeit von 4 Meter pro Sekunde nicht erreicht wird, der Sturz aber nicht ganz gehalten wird? Dazu haben wir das Revo in Verbindung mit großer Seilreibung (mit dem Ohm von edelried). Unser Ergebnis: Das Revo blockiert mit zusätzlicher Seilreibung stark verlangsamt oder gar nicht. Der Blockiermechanismus ist, wie bereits erläutert, auf Geschwindigkeit ausgelegt. Wenn diese, wie in unserem Fall fehlt, blockiert das Gerät nicht und der Kletterer fällt mit einer Geschwindigkeit von etwas weniger als 4 Meter pro Sekunde auf den Boden. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass das Bremshandprinzip verletzt wird!</li>
</ul>
<h2>Handhabung Ablassen:</h2>
<ul>
<li>Beim Ablassen muss der Sicherer das Seil des Kletterers alleine mit der Hand bremsen. Es gibt keine Mechanik, mit der die Geschwindigkeit des Ablassens reguliert werden kann.</li>
<li>Durch die Führung über die Rolle im Gerät läuft das Seil ziemlich schnell durch. Unser Test hat gezeigt, dass wir das Seil stärker halten mussten als beim Tuber.</li>
<li>Vor allem bei neuen Seilen (wir haben mit edelried Boa, 9,8 mm getestet, das vielleicht in der Halle 30 Mal im Einsatz war) muss man das Seil mit ziemlich viel Kraft in der Hand halten. Das werten wir in der Handhabung als Nachteil gegenüber anderen Sicherungsgeräten.</li>
<li>Lässt man die Sicherungshand beim Ablassen los, blockiert das Revo bei der erforderlichen Geschwindigkeit.</li>
</ul>
<h2>Fehleranfälligkeit in der Bedienung:</h2>
<ul>
<li>Ein echtes Plus: Beim Seil einlegen kann der Sicherer keinen Fehler machen, denn es ist egal, in welche Richtung das Seil eingelegt wird.</li>
<li>Auch beim Einhängen des Sicherungsgeräts in den Karabiner lässt sich kein Fehler machen. Damit sind schon zwei häufige Fehlerquellen beseitgt.</li>
<li>Das Revo muss beim Seil ausgeben und einholen nicht angefasst werden. Auch das ist ein Pluspunkt und verhindert typische Fehler.</li>
<li>Doch jetzt kommt ein großes ABER: Denn wie wir oben beschrieben haben, erfordert das Revo viel Erfahrung beim Sichern und Kraft in der Hand. Gerade in Bodennähe muss der Sicherer sehr schnell reagieren, um gefährliche Stürze zu vermeiden. Fehlt hier die nötige Erfahrung, ist das Risiko für kleinere Fehler, die jedoch eine große Auswirkung haben können, groß.</li>
</ul>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Die gewünschte Revolution ist dem Revo unserer Meinung nach nicht ganz gelungen. Denn wer das Revo als einen Halbautomaten bezeichnet, spricht ihm mehr Funktion zu, als er eigentlich hat. Das Revo ist eigentlich ein Sicherungsgerät mit einem Backupsystem. Doch das Wissen über das Backupsystem kann den Sicherer in trügerischer Sicherheit wiegen. Unserer Meinung nach ein Risiko für den Kletterer. Deshalb empfehlen wir grundsätzlich das Sichern mit Halbautomaten.</p>
<p>Für wen ist das Revo geeignet und wer sollte lieber die Finger davon lassen? Das Revo eignet sich unserer Meinung nach vor allem für erfahrene Sportkletterer und Leistungssportler für lange Trainingssessions oder fürs Spulen. Anfängern empfehlen wir, lieber die Finger vom Revo zu lassen. Denn das Bremshandprinzip ist bei ihnen unserer Erfahrung nach noch nicht so geübt. Deshalb sollten sie ausschließlich mit Halbautomaten sichern.</p>
<p>Was wir super finden: Wild Country hat mit dem Revo ein ganz neues System auf den Markt gebracht, das es bislang bei Sicherungsgeräten noch nicht gibt. Prinzipiell finden wir das sehr gut, an der ein oder anderen Stelle aber auch noch etwas verbesserungswürdig. Wir warten mit Spannung auf die Weiterentwicklung zum Revo 2.0!</p>
<p><strong>Habt ihr einen Wunsch, welche Sicherungsgeräte wir noch für Euch testen sollen? Dann hinterlasst uns einen Kommentar. Wir nehmen Eure Anregungen gerne in unsere Testreihe auf!!</strong></div>
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		<title>Teamevent Klettern &#8211; Wenn aus Kollegen Teams werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2018 07:01:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern und mehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht ein gutes Team aus? Wie kann jeder Einzelne im Team seine individuelle Höchstleistung vollbringen? Und wie können wichtige Team-Eigenschaften gestärkt werden? Fragen, die keineswegs nur in der Arbeitswelt relevant sind. Klettern ist ein Sport, bei dem Teamgeist groß geschrieben wird. Es fängt schon damit an, dass man fürs Seilklettern zumindest ein Team aus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht ein gutes Team aus? Wie kann jeder Einzelne im Team seine individuelle Höchstleistung vollbringen? Und wie können wichtige Team-Eigenschaften gestärkt werden? Fragen, die keineswegs nur in der Arbeitswelt relevant sind. Klettern ist ein Sport, bei dem Teamgeist groß geschrieben wird. Es fängt schon damit an, dass man fürs Seilklettern zumindest ein Team aus zwei Mitgliedern sein muss: einem Kletterer und einem Sicherer. Doch beim Klettern können wir noch viele weitere Dinge für eine gute Teamarbeit lernen und auf die Arbeitswelt übertragen. Deshalb eignet sich das Klettern sehr gut für <a href="https://kletterherz.de/firmenevents/">Teamevents für Firmen</a>.</p>
<h2>Warum Klettern als Teamevent?</h2>
<p>Doch was genau verbindet das Klettern und das Arbeiten in Teams? Beim Klettern lernen und erleben wir vieles, was gut funktionierende Teams ausmacht. Wir haben die wichtigsten Aspekte für Euch zusammengefasst:</p>
<ul>
<li><strong>Kommunikation:</strong> Beim Klettern muss die Kommunikation zwischen den Partnern funktionieren. Und zwar immer! Ob in stressigen Situationen oder in Momenten, in denen man sich vielleicht gar nicht sehen kann, da Bäume oder Kanten am Fels die Sicht versperren. Im Vorfeld müssen klare Kommandos vereinbart werden, die beim Klettern dann auch jeder im Team versteht und umsetzen kann. Eine reibungslose Kommunikation ist beim Klettern essentiell für die Sicherheit der Kletterpartner.</li>
<li><strong>Vertrauen:</strong> Vermutlich kennt das jeder, der klettert. Es gibt bestimmte Kletterpartner, denen man so sehr vertraut, dass man sich beim Klettern keine Gedanken darüber machen muss, ob man gut gesichert ist oder nicht. Mit ihnen klettern wir vielleicht sogar einen Schwierigkeitsgrad schwerer als mit anderen Kletterpartnern. Gegenseitiges Vertrauen in Teams ist die Grundlage für individuelle Höchstleistungen. Und das gilt sowohl für Kletter-Seilschaften als auch für die Arbeitswelt.</li>
<li><strong>Verantwortung</strong> <strong>übernehmen</strong>: Beim Klettern übernehmen wir hohe Verantwortung füreinander. Wir dürfen uns niemals gegenseitig im Stich lassen und müssen immer aufmerksam und verantwortungsbewusst handeln. Das gilt für Kletterenden und Sichernden gleichermaßen.</li>
<li><strong>Klare Rollen verteilen:</strong> Einer klettert, einer sichert. Auch wenn die Rollen im Kletterteam wecheln: sie sind für jeden Moment klar definiert und jeder kennt seine Aufgaben, die er in der jeweiligen Rolle erfüllen muss.</li>
<li><strong>Souveränität: </strong>Alle Team-Mitglieder beim Klettern sind souverän und tragen Verantwortung für ihr Handeln. Und jeder Einzelne handelt nach seiner individuellen Leistungsfähigkeit. Der Kletterer ist der Chef. Er bestimmt, wie weit er gehen möchte und wie weit er gehen kann &#8211; alle anderen Teammitglieder müssen das akzeptieren. Doch unabhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit, sind wir alle Kletterer, die sich gegenseitig respektieren und sich gegenseitig ergänzen können.</li>
<li><strong>Geduld und Toleranz:</strong> In jedem Team gibt es diejenigen, die mehr Erfahrung haben und diejenigen, die weniger Erfahrung haben. Und jedes Team sollte ein gemeinsames Ziel verfolgen. Beim Klettern ist das der Gipfel. Wer mit seinem Partner eine Mehrseillänge klettert, erlebt das Gefühl des gemeinsamen Weges unmittelbarer als beim beispielsweise Sportkllettern in der Halle. Doch auch dort stehen die einzelnen Routen sinnbildlich für den Weg nach oben zum Gipfel. Damit das Team am Ziel ankommt, müssen die erfahrenen Teammitglieder geduldig sein und die anderen Teammitglieder an ihrer Erfahrung teilhaben lassen. Sie müssen einschätzen können, wie viel sie den weniger erfahrenen Mitgliedern zumuten können und zu welcher Leistung sie diese durch Motivation und das Teilen ihres Wissens hinführen können.</li>
<li><strong>Bereitschaft, die Komfortzone zu verlassen:</strong> Das gemeinsame Ziel ist nicht immer leicht zu erreichen. Beim Klettern gibt es oft Momente, in denen wir unsere Komfortzone verlassen müssen, in denen es anstrengend wird, wir nicht denken, dass wir überhaupt noch die nötige Kraft für den nächsten Zug haben. Doch wenn wir uns überwinden, unsere Komfortzone zu verlassen, stellen wir oft fest: Wir haben noch Kraft, nicht nur für den nächsten, sondern vielleicht sogar für den übernächsten Zug. Und um am Ende übertreffen wir vielleicht sogar die Erwartungen, die wir an uns selbst gesteckt haben.</li>
</ul>
<h2>Teamevent Klettern &#8211; Guten Teamspirit erlebbar machen</h2>
<p>Für eine gute Teamarbeit reicht es nicht, wenn wir die Eigenschaften, die ein gutes Team haben sollte kennen, wenn wir etwas darüber lesen oder darüber sprechen. Wir müssen den Teamspirit spüren &#8211; mit dem Herzen. Wenn uns das gelingt, können wir die erlebten Erfahrungen auch in anderen Situationen anwenden. Und vor allem: wenn uns das gelingt, schweißt das unser Team zusammen.</p>
<p>Und damit kommen wir zurück zu unserer Ausgangsfrage, warum sich das Klettern so gut als Teamevent eignet: Beim Klettern erleben wir den Teamgeist sehr unmittelbar. Jeder Einzelne muss Eigenschaften unter Beweis stellen, die ihn zu einem guten Team-Player machen. Die Erlebnisse beim Klettern können wir danach auch auf andere Lebensbereiche und andere Situationen übertragen. Und last but not least: Gemeinsam zu klettern macht einfach Spaß. Und auch das fördert am Ende den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl!</p>
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		<title>Rückblick aufs Wochenende: Kletterkurs am Fels für Anfänger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2018 08:17:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kletter-Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://kletterherz.de/rueckblick-aufs-wochenende-kletterkurs-am-fels-fuer-anfaenger/">Rückblick aufs Wochenende: Kletterkurs am Fels für Anfänger</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://kletterherz.de">Kletterherz</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner">					Klettern am Fels &#8211; das ist für uns definitiv die schönste Form des Kletterns. Am Wochenende durften wir mal wieder ein paar Teilnehmer in die wunderbare Welt der Felskletterei einführen. In unserem Anfängerkurs haben sie alles gelernt, was sie wissen müssen, um den Schritt von der Halle an den Fels zu gehen: Wie benutze ich meinen Kletterführer und wie orientiere ich mich in den Klettergebieten? Wie verhalte ich mich am Wandfuß? Welche Ausrüstung brauche ich und wie gehe ich damit um? Wie hänge ich die Zwischensicherungen richtig ein? Was mache ich, wenn der Umlenker defekt ist? Wann kann mich mein Partner ablassen und wann sollte ich mich lieber selbst abseilen? Dies uns vieles mehr haben wir vier Tage lang bei strahlend blauem Himmel und jeder Menge Sonnenstunden geübt. MIt diesem Wissen sind unsere Kursteilnehmer jetzt gerüstet, eigenständig am Fels zu klettern!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-27614 size-full" src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-5.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-5.jpg 1024w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-5-300x225.jpg 300w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-5-768x576.jpg 768w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-5-510x382.jpg 510w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2>Sicherheit am Fels: Das A und O für Kletterspaß!</h2>
<p>Ob in der Halle oder am Fels: Sicherheit spielt beim Klettern eine sehr wichtige Rolle. Der Unterschied: Wer am Fels klettern möchte, muss deutlich mehr Wissen haben als in der Halle. Denn Zwischensicherungen werden am Fels selbst eingehängt und der Zustand der Absicherung in den jeweiligen Klettergebieten oder in den einzelnen Routen muss richtig eingeschätzt werden. Dafür braucht es natürlich viel Erfahrung, die wir in vier Tagen am Fels nicht gänzlich vermitteln können. Dennoch legen wir bei unseren Kursen großen Wert darauf, unsere Teilnehmer so auszubilden, dass sie danach selbstständig und vor allem <strong>sicher</strong> am Fels klettern können. Dabei ist es uns vor allem wichtig, dass wir in unseren Kursen die potenziellen Gefahren vermitteln. Wir erklären nicht nur, wie ihr euch am Fels verhalten müsst, sondern vor allem warum ihr euch so verhalten müsst und welche Gefahren anderenfalls lauern. Ein tiefes Verständnis für die potenziellen Gefahren am Fels haben meist nur die Kletterer, die einen Kurs besucht und sich intensiv mit diesen Fragen auseinandegesetzt haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-27606 size-full" src="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-4.jpg" alt="" width="1280" height="720" srcset="https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-4.jpg 1280w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-4-300x169.jpg 300w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-4-768x432.jpg 768w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-4-1024x576.jpg 1024w, https://kletterherz.de/wp-content/uploads/2018/04/kletterkurs-fels-4-1080x608.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2>Klettern am Fels &#8211; alles anders?</h2>
<p>Wer zum ersten Mal am Fels klettert, wird schnell feststellen, dass es ein ganz anderes Gefühl ist als in der Halle. Es fängt bereits bei der Auswahl der passenden Route an. Denn die Schwierigkeitsskala am Fels kann je nach Klettergebiet bzw. je nach Kletterführer nach einem anderen Bewertungssystem angegeben werden. In den Kletterhallen in Deutschland wird meistens die mitteleuropäische Skala (UIAA) verwendet. Am Fels wird je nach Land und Gebiet neben der UIAA Skala auch das so genannte französische System verwendet. Das französische System setzt sich aus arabischen Zahlen und Buchstaben zusammen. Es gibt aber auch Ausnahme-Klettergebiete, in denen eine ganz eigene Schwierigkeitsskala verwendet wird, wie zum Beispiel die Sächsische Schweiz. Wer sich eine Route im passenden Schwierigkeitsgrad sucht, sollte also zunächst in einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwierigkeitsskala_(Klettern)">Vergleichstabelle für Routenbewertungssysteme</a> nachschlagen.</p>
<p>Den passenden Schwierigkeitsgrad gefunden und in die Route eingestiegen, fühlt sich am Fels weiterhin alles ganz anders an. Während die bunten Plastikgriffe in der Halle schon vom Wandfuß aus deutlich sichtbar sind, müssen mögliche Griffe und Tritte am Fels erst gefunden werden. Im Gegensatz zu den Griffen in der Halle, die sich nach außen wölben, werden am Fels eher Taschen als Griffe verwendet, also nach innen gehende Griffe. Auch nach Tritten muss gut Ausschau gehalten werden. Denn häufig sind sie sehr klein und unsere Kursteilnehmer sind immer wieder überrascht, dass sie auf so kleinen Tritten überhaupt stehen können. Unsere Erfahrung: Wer ein paar Tage am Fels klettern war, verbessert sich in der Halle danach sehr schnell. Denn am Fels ist es besonders wichtig, gut zu stehen. Und das Gefühl dafür verbessert auch die Klettertechnik in der Halle.</p>
<h2>Willkommen in der Welt der Felskletterer!</h2>
<p>Wir wissen, dass unsere Teilnehmer am Fels am liebsten sofort mit dem Klettern beginnen und sich ungern allzu lang mit Theorie am Wandfuß beschäftigen. Deshalb bieten wir einen Kurs &#8222;Von der Halle an den Fels&#8220; an, in dem wir an zwei Terminen in der Halle bereits jede Menge theoretisches Wissen vermitteln, das später am Fels erforderlich ist. Im Felskurs wiederholen wir dann die Theorie, setzen sie vor Ort praktisch um und haben dazu aber auch noch ausreichend Zeit, um erste Klettererfahrungen am Fels zu sammeln. Wir freuen uns schon auf den nächsten Felskurs und wünschen unseren Kursteilnehmern vom Wochenende ganz viel Spaß beim Klettern am Fels!</p>
<p>Lust bekommen auf einen Kletterkurs am Fels? Dann informiere Dich über unsere <a href="https://kletterherz.de/kletterkurs-fels/">Kletterkurse am Fels </a>oder kontaktiere uns einfach direkt!</div>
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		<title>Klettern gegen Depressionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2018 08:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern und mehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland sterben jährlich sehr viel mehr Menschen durch Suizid als beispielsweise durch Verkehrsunfälle. Depressionen sind somit ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild. Die Suche nach Heilungsmöglichkeiten ist sehr wichtig. Dass Sport den Erkrankten helfen kann, haben bereits viele Studien gezeigt. Doch nicht jede Sportart ist gleich gut geeignet. Die Universität Nürnberg-Erlangen untersucht in einer groß [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland sterben jährlich sehr viel mehr Menschen durch Suizid als beispielsweise durch Verkehrsunfälle. Depressionen sind somit ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild. Die Suche nach Heilungsmöglichkeiten ist sehr wichtig. Dass Sport den Erkrankten helfen kann, haben bereits viele Studien gezeigt. Doch nicht jede Sportart ist gleich gut geeignet. Die Universität Nürnberg-Erlangen untersucht in einer groß angelegten <a href="http://www.psychiatrie.uk-erlangen.de/med-psychologie-soziologie/klettern-und-stimmung-die-studie-kus/" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> aktuell die positive Wirkung von Bouldern und Klettern gegen Depressionen. Erste Ergebnisse aus einer Pilotstudie: Klettern und Bouldern hilft Patienten bei der Bewältigung von Depressionen. Die Ergebnisse der großen Studie sollen Ende 2019 veröffentlicht werden.</p>
<h2>Mit Klettern und Bouldern im „Hier und Jetzt“ sein</h2>
<p>Sport hat eine antidepressive, angstreduzierende Wirkung. Damit ist Sport ähnlich wirksam wie Medikamente. Bekannt ist diese Wirkung vor allem vom Joggen. Beim Laufen werden Endorphine ausgeschüttet, die dazu führen, dass wir uns besser und glücklicher fühlen. Doch nicht für alle an Depressionen erkrankten Patienten eignet sich das Laufen, um aus der selbstzerstörenden Gedankenschleifen heraus zu kommen. Die aktuelle Studie der Uni Nürnberg-Erlangen hält Bouldern für einen noch vielversprechenderen Ansatz. Bouldern hilft, im hier und jetzt zu sein. Und das ist sehr hilfreich bei der Behandlung von Depressionen. Ein weiterer positiver Effekt beim Klettern oder Bouldern: Wir bekommen ein ganz direktes positives Feedback. Wenn ich oben ankomme, habe ich es geschafft. Diesen Erfolg bewertet unser Gehirn als sehr positiv, so die Studienautoren. Unsere Meinung dazu: Wir müssen nicht einmal oben ankommen, um glücklich und zufrieden zu sein. Es kann schon reichen, einen einzelnen schwierigen Zug zu schaffen, auf den wir all unsere Kraft und Konzetrantion gelenkt haben.</p>
<p>In einer Pilotstudie wurde bereits nachgewiesen, wie wirksam Klettern und Bouldern bei der Behandlung von Depressionen sind: Die Schwere der Depressionen hat sich bei den Patienten, die regelmäßig zum Bouldern gegangen sind, im Durchschnitt um einen Grad verbessert.</p>
<h2>Klettern macht glücklich</h2>
<p>Die Studie bestätigt uns darin, was wir beim Klettern Route für Route erleben: Klettern macht glücklich! Denn der positive Effekt des Kletterns und Boulderns zeigt sich nicht nur bei Menschen, die an Depressionen erkrankt sind. Auch gesunde Menschen können beim Klettern ihren Alltagsstress vergessen, im Hier und Jetzt ankommen, ihren Körper erfahren und aus ihren Erfolgserlebnissen Kraft für den Alltag ziehen. Überzeugt euch selbst davon und probiert es einfach aus!</p>
<p>Wir empfehlen Euch eine spannende <a href="https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/nahaufnahme/depression-therapie-klettern-uni-erlangen-100.html" target="_blank" rel="noopener">Reportage</a> zum Thema „Klettern gegen Depressionen“ auf Bayern 2.</p>
<p>Du hast Fragen rund ums Klettern? In unserem <a href="https://kletterherz.de/ratgeber-klettern/">Ratgeber Klettern</a> beantworten wir viele Fragen, die uns Teilnehmer immer wieder in unseren Kletterkursen stellen. Gerne beantworten wir Dir Deine Fragen aber natürlich auch persönlich!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klettern: Eine Sportart mit vielen Variationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kletterherz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2018 12:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://kletterherz.de/klettern/">Klettern: Eine Sportart mit vielen Variationen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://kletterherz.de">Kletterherz</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner">Klettern – jeder hat schon davon gehört. Denn Klettern ist ein ganz natürliches menschliches Bedürfnis, man könnte fast schon von einem „Muss“ sprechen: In der Entwicklung des Menschen spielt es eine wichtige Rolle. Kaum können wir uns als Baby krabbelnd fortbewegen, erklimmen wir schon die ersten „Berge“ im Wohnzimmer: Sofa, Schreibtisch, Regale und vieles mehr. Die meisten Eltern rufen dann erschrocken <em>Stopp</em>. Sie haben Angst um ihre Kleinen und bringen sie schnell in Sicherheit. Doch Kinder lieben Klettern. Egal ob auf dem Spielplatz oder auf Bäumen – Hauptsache es geht hoch hinaus. Nach unserer Kindheit, spätestens nach unserer Jugend, vergessen wir mehr und mehr, Hände und Füße gleichzeitig zu benutzen, um uns fortzubewegen. Wir laufen nur noch auf unseren Beinen durch die Gegend.</p>
<p>Vielleicht ist es aber genau dieses menschliche Ur-Bedürfnis, das viele von uns auch später wieder so am Klettern begeistert. Klettern hat sich in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Sportart entwickelt. Heute gibt es unzählige Möglichkeiten: Indoor klettern, Outdoor klettern, Freiklettern, Sportklettern, Bouldern, High Ball, Speed Klettern, Technisches Klettern, Bigwall Klettern, Sportklettern in Mehrseillängen, Alpinklettern, Eisklettern, Mixedklettern, Deepwater Soloing, Free Soloing,…. Klettern hat sich mehr und mehr zum Leistungssport entwickelt. 2020 ist Klettern zum ersten Mal als eigene Disziplin bei den Olympischen Spielen vertreten.</p>
<p>Was genau versteht man unter den Begriffen rund ums Klettern? Wir versuchen, Euch ein paar davon zu erklären:</p>
<h2>Sportklettern</h2>
<p>„Sportklettern” ist heute weltweit bekannt. Ziel beim Klettern ist es, die Route bis ganz oben zu klettern, bis zum so genannten Umlenker. Und zwar ohne Pause oder Sturz und frei. Das bedeutet, nur Tritte und Griffe zu verwenden und sich nicht an Haken o.Ä. hochzuziehen. Beim Sportklettern wird der Kletterer oder die Kletterin vom Kletterpartner mit einem Kletterseil gesichert. Das Kletterseil verbindet die Personen, die zusammen klettern, wie eine Nabelschnur. Stürzt der Kletterer, wird er vom Seil aufgefangen, das in Zwischensicherungen (Haken mit Expresskarabinern) eingehängt ist. Werden diese Stürze gut, also zuverlässig und dynamisch, vom sichernden Partner gehalten, stellen sie so gut wie kein Risiko für den Kletterer dar: Er kann also ganz bewusst an sein Limit gehen und Stürze riskieren. So kann man beim Klettern seine Grenzen mehr und mehr verschieben. Gegenseitiges Vertrauen, Spaß und das gemeinsame Erlebnis sind wichtige Elemente beim Klettern.</p>
<h2>Sportklettern am Fels</h2>
<p>Outdoor-Klettern oder Sportklettern am Fels stammt ursprünglich vom Bergsteigen und Alpinklettern. Für Trainingszwecke wurden Felswände mit befestigten Sicherungspunkten ausgestattet, zum Beispiel mit Schlag- oder Bohrhaken. Sie werden von den Kletterern als Zwischensicherungen verwendet. Das Training beim Sportklettern hat es den Kletterern ermöglicht, immer schwerere und gefährlichere Routen in den Bergen zu bezwingen. Die Routen beim Sportklettern sind in der Regel kürzer, dafür aber athletischer als beim Alpinklettern. Man fährt zum Sportklettern auch nicht unbedingt in die Berge – es reichen Felsen, die hoch genug sind für eine Route. Es gibt zum Beispiel im Frankenjura viele Kletterfelsen, die nicht mal 10 Meter hoch sind.  Moderne Sportkletterrouten am Fels sind also mit Zwischensicherungen und Umlenkern ausgestattet, sie werden in so genannten Topos beschrieben. Das sind grafische Darstellungen von Kletterrouten, die den Schwierigkeitsgrad, die Routenlänge, die Zwischensicherungen, Umlenker und eventuell Besonderheiten der Route beschreiben. Der Erstbegeher der Route darf ihr einen Namen geben und den Schwierigkeitsgrad festlegen. Es gibt heute für fast alle bekannten Sportklettergebiete der Welt Kletterführer in Buchform, auf mehreren Sprachen, im Internet oder als App, die alle möglichen Informationen zu Erschließung, Lage, Anfahrt, Zustieg, Routenangebot, Unterkunft, Einkehrmöglichleiten, usw. bereithalten.</p>
<h2>Sportklettern in der Halle</h2>
<p>In Kletterhallen wird an künstlich gebauten Wänden geklettert, die manchmal eine Felswand imitieren. Routenbauer montieren an die Kletterwand Handgriffe und Fußtritte in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen. Jede Farbe stellt eine eigene Route dar. Auch in der Halle gibt es Zwischensicherungspunkte und einen Umlenker, in die die Kletterer ihr Seil einhängen. Je nach Größe und Abstand der Griffe und Tritte sowie Neigung der Kletterwand variiert die Schwierigkeit einer Route. Fast alle Kletterhallen bieten Toprope-Routen: Das sind Routen, in denen bereits ein Seil im Umlenker hängt. Hier können Anfänger, die das Sichern und Klettern im Nachstieg schon gelernt haben, selbständig klettern. In den letzten Jahren sind Kletter- und Boulderhallen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dadurch ist Klettern zunehmend zum Breitensport geworden. Künstliche Kletteranlagen haben sich von Trainingsstätten für Profis zu Freizeitstätten für Jedermann gewandelt.</p>
<h2>Bouldern</h2>
<p>Auch das so genannte Bouldern ist für Trainingszwecke entstanden. Hier wird ebenfalls entweder an künstlichen Wänden oder draußen an Felsblöcken geklettert – jedoch immer nur in Absprunghöhe. Deshalb bouldert man ohne Seil und Sicherungen. Um das Absturzgelände weicher zu machen, verwenden die Boulderer eine oder mehrere „Crashpads“ (Bouldermatten). Die Böden in Boulderhallen sind mit Matten bedeckt. Außerdem schützen sich die Partner durch gegenseitiges „Spotten“. Spotten kommt aus dem Englischen und meint hier: Genau hinschauen, wie der Boulderer fallen wird und wohin. Der Spotter muss den Sturzraum freihalten, eventuell Crashpads neu platzieren und – falls der Sturz nicht zu hoch ist – den Sturz des Boulderers „lenken“, so dass dieser auf seinen Füßen landet. Auffangen kann er ihn natürlich nicht! Das Verletzungsrisiko beim Bouldern ist größer als das beim Klettern: Jeder Sturz ist hier ein Bodensturz. Die Verletzungen sind allerdings in den meisten Fällen nicht so gravierend wie beim Klettern. Aber es gilt auch hier: Am besten unter fachkundiger Anleitung lernen, Abspringen und Spotten üben!</p>
<p>Boulderrouten, auch Boulderprobleme genannt,  sind in der Regel relativ kurz und bestehen aus wenigen Zügen. Diese sind aber häufig recht schwer und erfordern ungewöhnliche Bewegungen. Boulderprobleme bieten auf wenigen Metern, in ein paar Zügen, die gleichen Schwierigkeiten wie Kletterrouten. Sie sind also eine Art Konzentrat. Bouldern kannst du als Ergänzung zum Seilklettern, um zum Beispiel deine Kraft zu verbessern oder dein Bewegungsrepertoire zu erweitern.</p>
<h2>Wie &#8222;schwer&#8220; ist Klettern?</h2>
<p>Wie schwer ist die Route? Das ist immer relativ. Für die Beurteilung der Schwierigkeit einer Kletter- oder Boulderroute gibt es verschiedene Bewertungsskalen aus unterschiedlichen Ländern. Auch die Bewertungsskalen stammen ursprünglich aus dem Bergsteigen und Alpinklettern. Mit der Entstehung neuer Klettersportarten wurden sie immer wieder verändert und  angepasst. Doch am Ende dient die Bewertung der Route nur zur Orientierung. Wie schwer eine Route empfunden wird, ist etwas sehr Individuelles. Das Schöne am Klettersport: es bleibt immer eine Herausforderung. Je besser man wird, desto schwerere Routen kann man sich vornehmen. Manche Kletterer fühlen sich in athletischen, stark überhängenden Routen wohl, manche mögen geneigte Platten mit Mikrogriffen. Diese werden also jeweils ein und dieselbe Route ganz unterschiedlich schwierig oder leicht empfinden. Auch die Abstände der Zwischensicherungen und das Ambiente haben Auswirkungen auf das Empfinden der Schwierigkeit. Meist kommt die Schwierigkeitsbewertung einer Kletterroute durch die Einschätzung mehrerer Kletterer zustande, nachdem der Erstbegeher bzw. der Routenschrauber einen Vorschlag gemacht hat. Bewertet werden Kletterrouten nach verschiedenen Schwierigkeitsskalen.</p>
<h2>Ist Klettern ein &#8222;gesunder&#8220; Sport?</h2>
<p>Beim Klettern wird der gesamte Körper trainiert. So baust du Muskeln auf, erhöhst deine Beweglichkeit und Feinmotorik und verbesserst deine Koordination. Aber auch im Rahmen der physischen Rehabilitation kann Klettern einen positiven Beitrag zur Genesung und Prävention leisten, so etwa bei Rückenproblemen. Sportliche Aktivität, also auch Klettern, kann erwiesener Maßen <a href="https://kletterherz.de/klettern-gegen-depressionen/">Depressionen und Burnout lindern</a>. Da Klettern mehr als andere Sportarten neben der körperlichen auch eine geistige Dimension hat, ist es besonders geeignet als Therapieform, zum Beispiel auch in der Rehabilitation von Suchterkrankungen. Zahlreiche Studien und auch die Praxis belegen dies. Auch auf die Entwicklung von Kindern wirkt sich das Klettern sehr positiv aus.</p>
<p>Beim Klettern lernst du die eigenen Grenzen kennen, sie zu akzeptieren oder aber auch über sie hinauszugehen. Du lernst zu fokussieren. Alle anderen Themen rücken in den Hintergrund, du konzentrierst dich auf das Hier und Jetzt. Du schaltest automatisch vom Alltag ab. Da Klettern immer zu zweit ausgeübt wird – einer muss den anderen sichern – lernst du einerseits Vertrauen zum Kletterpartner, aber auch Verantwortung für den anderen zu übernehmen. Und das Wichtigste: Klettern macht Spaß und beim Klettern lernst du schnell neue Menschen kennen.</p>
<p>Du hast Fragen rund ums Klettern? In unserem <a href="https://kletterherz.de/ratgeber-klettern/">Ratgeber Klettern</a> beantworten wir viele Fragen, die uns Teilnehmer immer wieder in unseren Kletterkursen stellen. Gerne beantworten wir Dir Deine Fragen aber natürlich auch persönlich!</div>
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